MIRA Stories

Ein Fotoessay

Zweimal Thailand

Hier haben drei Monate Südostasien angefangen, und hier haben sie aufgehört.

Ich bin mit einem Rucksack in Bangkok gelandet und hatte nur für die erste Woche einen Plan. Drei Monate später bin ich vom selben Flughafen wieder abgeflogen. Das ist der Thailand-Teil der Reise: der Norden am Anfang, die Inseln ganz am Schluss.

Kapitel I

Bangkok, die ersten Tage

Wat Arun kurz vor Sonnenuntergang. Die Tempelwächter am Tor waren das Erste, was ich in Thailand fotografiert habe.
Mein erstes Tuk-Tuk. Viel zu schnell, viel zu laut, und ich habe jede Sekunde genossen.

Die Yaowarat Road am Abend. Ich habe mich einmal von einem Ende zum anderen durchprobiert.

“Dieser Tag endete auf einem Flussboot, gerade als die Sonne über der Stadt unterging.”

Kapitel II

Ab in den Norden

Nach fünf Tagen Bangkok bin ich mit dem Nachtbus in den Norden gefahren und frühmorgens in Chiang Mai angekommen, gerade als die Stadt aufwachte.

Die Hügel nördlich von Chiang Mai, vom Doi Suthep aus gesehen.
Die Zwillingspagoden auf dem Doi Inthanon, dem höchsten Berg Thailands. Ein Tagesausflug, der jede einzelne Kurve wert war.

Die Altstadt von Chiang Mai: Papierlaternen, junge Mönche in den Seitengassen, die Ruinen des Wat Chedi Luang.

Ein Garuda in einem Tempelgarten in Chiang Mai. Er bewacht eine Tür, deren Namen ich nie herausgefunden habe.

Eigentlich waren drei Tage Chiang Mai geplant. Es wurden sechs.

“Dann 762 Kurven hinauf nach Pai, in ein Tal, in dem es niemand eilig zu haben schien.”

Die Bambusbrücke über die Reisfelder, so früh am Morgen, dass ich sie fast für mich allein hatte.

Tagsüber Reisfelder, abends die Walking Street.

Der Pai Canyon: schmale Grate aus roter Erde, links und rechts geht es steil hinunter. Abends kommt der halbe Ort zum Sonnenuntergang hier herauf.

“Letzter Halt im Norden: der Weiße Tempel in Chiang Rai, aus der Nähe noch schöner als auf Fotos. An dem Tag hatte es 38 Grad und kaum Schatten.”

Und der Blaue Tempel auf der anderen Seite der Stadt, der mir sogar noch besser gefallen hat.

Von Chiang Rai aus ging es über den Mekong nach Laos und später weiter nach Kambodscha. Davon erzählen eigene Storys. Knapp sechs Wochen nach meiner Abreise setzte mich ein Bus aus Siem Reap spätabends wieder in Bangkok ab, und ein paar Tage später bin ich in den Süden geflogen.

Kapitel III

Die Andamanensee

Patong von oben. Laut, voll und genau der Neustart, den ich nach Wochen unterwegs gebraucht habe.
Die Überraschung war die Altstadt von Phuket: pastellfarbene Ladenhäuser und der beste Kaffee der ganzen Reise.
Der Aussichtspunkt auf Koh Phi Phi. Jede einzelne Stufe hinauf hat sich gelohnt.

Mit dem Longtail-Boot rund um die Insel: morgens die Maya Bay, die Pileh-Lagune noch vor dem großen Andrang.

“Nach Railay kommt man nur mit dem Boot, und nach einem Tag dort wusste ich, warum niemand wieder weg will.”

Abende auf Railay. Jeden Abend derselbe Blick, nie dasselbe Licht.

Irgendwann auf Railay habe ich aufgehört nachzuschauen, welcher Tag ist.

Kapitel IV

Am Golf von Thailand

Koh Phangan. Geplant waren drei Tage, geblieben bin ich zehn.
Die meisten Tage: ein Roller, eine Straße durch den Dschungel und ein Strand, an dem ich noch nicht gewesen war.

Der ruhige Norden der Insel: eine Bucht nach der anderen, und weit und breit niemand.

Zwei letzte Tage auf Koh Samui und ein Abschied vom Big Buddha.

Zurück nach Bangkok, dann nach Hause

Drei Monate, drei Länder, 1.847 Fotos. In Thailand hat alles angefangen, und hier hat es auch aufgehört.

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